Wer hat eigentlich das Passivhaus erfunden? Erfunden in dem Sinne, dass jemand etwas entwickelt hat, was es vorher noch nicht gab, hat es niemand. Vielmehr wird das Prinzip des Passivhauses schon sehr lange verwandt, und wahrscheinlich, ohne es als solches bewusst zu klassifizieren. Denn anders als in Mitteleuropa benötigen viele Klimaregionen der Welt keine Heizung und keine aktive Kühlung, wenn die Häuser den Umwelteinflüssen angepasst gebaut sind. In Teilen Irans oder in Südchina wurden also schon immer „passive Häuser“ gebaut.

 

Nach diesem Vorbild übertrugen Forschende das Prinzip auf das mitteleuropäische Klima. Mit Erfolg: Das erste Passivhaus entstand im Rahmen des Projektes „Experimenteller Wohnungsbau Darmstadt Kranichstein K7“. Im Oktober 1991 war es fertig – das erste klassifizierte Passivhaus. Das ist nun 30 Jahre her. Inzwischen hat sich die Passivhaus-Bauweise überall auf der Welt in der Praxis bewährt.

Wie funktioniert das Passivhaus?

Als Passivhaus werden Gebäude bezeichnet, die ihren Wärmebedarf vorwiegend aus Sonneneinstrahlung sowie Abwärme von Personen und technischen Geräten decken. Das ist möglich, da das Passivhaus-Konzept auf fünf Prinzipien basiert: sehr gute Dämmung, dreifach verglaste Fenster, die Vermeidung von Wärmebrücken, eine luftdichte Gebäudehülle sowie eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

 

Der Restwärmebedarf und die Warmwasseraufbereitung können durch beliebige Quellen bereitgestellt werden, wie beispielsweise über eine Solaranlage und Wärmepumpe. Der Heizwärmebedarf beträgt bei Passivhäusern daher nur rund 15 kWh pro Quadratmeter im Jahr. Die Frischluftversorgung erfolgt unabhängig vom Öffnen der Fenster über eine kontrollierte Wohnraumlüftung. Das verringert Energieverluste über die Fensterlüftung. Durch die Frischluftzufuhr – unabhängig vom Fensteröffnen – sind die Bewohner:innen zudem weniger Umweltbelastungen wie Staub, Lärm und Pollen ausgesetzt.

 

Nutzer:innen von Passivhäusern bestätigen ein angenehmes Wohnklima. Statt kalter Außenwände strahlen die Wände von Passivhäusern wie ein Kachelofen Wärme ab. So bleibt die Innentemperatur auf einem konstanten Niveau in allen Räumen. Der Nachteil: Im Bad ist es genau so warm wie im Schlafzimmer, wo in der Regel eine kühlere Wohlfühltemperatur gewünscht ist.

Passivhaus mit bezahlbarem Wohnen vereinbar?

Da in Passivhäusern gut auf eine klassische Heizung verzichtet werden kann, spart das Passivhaus im Vergleich zu herkömmlichen Gebäuden 75 bis 90 Prozent Heizenergiekosten. Durch die niedrigen Energiekosten sind die Nebenkosten sehr gut kalkulierbar – eine gute Grundlage für bezahlbares Wohnen im sozialen Wohnungsbau. Zudem lässt sich der Passivhaus-Standard gut mit der Erzeugung erneuerbarer Energien kombinieren. So erfüllt er auch die Anforderungen einer neuen EU-Richtlinie, die Anfang 2021 in Kraft trat, an sogenannte Fast-Nullenergiehäuser. Und nicht nur im Neubau lohnt es sich, auf das Passivhaus-Konzept zu setzen. Auch bei energetischen Sanierungen lassen sich Passivhaus-Komponenten integrieren.

Passivhaus in Holzbauweise

Auch nachhaltige Baumaterialien wie Holz in Kombination mit einer geeigneten Isolierung eignen sich für den Bau eines Passivhauses.

 

Welche Alternativen zum Passivhaus gibt es noch?

Nullenergiehaus

Die Weiterentwicklung des Passivhauses. Auf das gesamte Jahr gerechtet verbraucht es nur so viel Energie, wie es selbst auch produziert.

Plusenergiehaus

Eine Stufe weiter geht das Plusenergiehaus: Es produziert mehr Energie als seine Bewohner:innen verbrauchen und ist emissionsfrei. Erreicht wird dies unter anderem durch eine komplett regenerative Energieversorgung. Überschüssige Energie wird ins öffentliche Netz eingespeist, gespeichert oder zum Aufladen für Elektrofahrzeuge genutzt.

Fazit

Das Passivhaus ist mit Sicherheit für die Wohnungswirtschaft ein wichtiger Baustein, um den klimaschonenden, bezahlbaren Bauen und Wohnen heute und in Zukunft gerecht zu werden. Wer mehr über das Passivhaus erfahren möchte oder sich bei den Passive House Award 2021-Finalisten Anregungen einholen möchte, sollte diesen Freitag, den 10. September 2021, ab 18.45 Uhr in den Livestream der 25. Internationale Passivhaustagung reinschauen.

 

Und wenn Sie Unterstützung bei der Kommunikation für Ihre Neubauprojekten benötigen, berät Sie stolp+friends natürlich jederzeit gern. Rufen Sie uns an – wir freuen uns auf Ihr Projekt!

Ob Tischler:in oder Maler:in, ob Schreiner:in oder Klempner:in: Geeignete Handwerker:innen sind schwer zu finden und in der Regel nur viele Wochen im Voraus zu buchen. Damit Wohnungsunternehmen rechtzeitig die passenden Dienstleister:innen für ihre Neubauprojekte zur Verfügung stehen, stellt stolp+friends drei Tipps für gelungenes Handwerker-Marketing vor:

1. Das Neubauprojekt-Mailing

Ein gutes Projekt-Mailing gibt Handwerksbetrieben innerhalb weniger Momente einen Überblick über Ihr Neubauprojekt. Besonders überzeugen können Sie, wenn Sie den Sinn Ihres Projektes und Ihre Intentionen – die Schaffung von gutem und bezahlbarem Wohnraum – verdeutlichen. Denn so erkennen die Empfänger:innen, dass es sich um eine unterstützenswerte Aufgabe handelt und die Chancen, dass sie sich für genau Ihren Neubau Zeit nehmen, steigen.

2. Die Neubauprojekt-Anzeige

Sie möchten die Informationen zum Neubauprojekt Ihres Wohnungsunternehmens noch präziser vorstellen? Eine Anzeige mit einer kreativen Headline und ansprechender Bildsprache überzeugt Handwerker:innen auf den ersten Blick. Der Vorteil: Ihre Anzeige können Sie auf verschiedenen Kanälen – wie in Tageszeitungen, in Fachzeitschriften und auf sozialen Netzwerken – veröffentlichen.

3. Der Neubauprojekt-Flyer

Die erste Kontaktaufnahme zu den von Ihnen favorisierten Handwerksbetrieben ist erfolgt. Nun fragen diese detaillierte Informationen zum Neubauprojekt Ihres Wohnungsunternehmens an. Dieser Aufforderung kommen Sie am besten mit einem Projektflyer nach, der auf mehreren Seiten Platz für Zahlen, Fakten und einen möglichen Lageplan gibt.

 

Mailings eignen sich fürs Handwerkermarketing

Für gelungenes Handwerker-Marketing gilt: Kommunizieren Sie die Werte Ihres Wohnungsunternehmens, um sich von anderen Auftraggeber:innen abzuheben.

 

Sie wünschen Unterstützung rund um das erfolgreiche Handwerker-Marketing Ihres Wohnungsunternehmens? Das stolp+friends-Team ist Ihr kompetenter Ansprechpartner für alle konzeptionellen, redaktionellen und grafischen Aufgaben. Kontaktieren Sie uns am besten gleich!

Klimaschutz ist ein komplexes Thema und betrifft alle Bereiche unseres Lebens. Sowohl als Privatperson, aber auch als Teil eines Unternehmens. Gemeinwohlorientierte Wohnungsunternehmen haben in diesem Zusammenhang eine besondere Verantwortung, denn sie müssen ihre Klimaschutzmaßnahmen so wählen, dass sie eine hohe CO2-Reduzierung zu möglichst niedrigen Kosten erreichen – damit auch Menschen mit geringen und mittleren Einkommen weiter dort leben können. Je nach Gebäude und je nach Quartier können sich die individuell geeigneten Maßnahmen unterscheiden, denn der Blick fürs Ganze ist entscheidend.

 

Auch das kommunale Wohnungsunternehmen Wohn- und Wirtschafts-Service Herford GmbH (WWS Herford) beschäftigt sich intensiv mit dem Thema klimaschonendes Wohnen und leistet bereits einen wichtigen Beitrag, um das Klimaziel der Stadt Herford zu erreichen. Aber die WWS Herford suchte weiter nach innovativen und individuellen Lösungen für ihren Gebäudebestand. Und so kam das Wohnungsunternehmen über Recherchen im Internet, wie Bauleiter Ralf Wöhler im Interview mit stolp+friends verriet, auf die Idee: Plug-in-Solarmodule in die neuen Vorstellbalkone zu integrieren, die bei energetisch sanierten Gebäuden zum Einsatz kommen.

 

Es dauerte auch nicht lange und der passende Partner war gefunden: die Stabirahl Geländer- und Balkonsystembau GmbH, mit der die WWS Herford schon seit vielen Jahren gut zusammenarbeitet. Gemeinsam entwickelten die beiden Unternehmen ein innovatives Projekt, von dem die WWS und ihre Mieter:innen profitieren. Die Vorstellbalkone wurden dann im Stabirahl-Standort in Wallenhorst (bei Osnabrück) nach den Wünschen der WWS Herford hergestellt – inklusive der Solarmodule –, sodass die Balkone nur noch vor die Häuser gesetzt werden müssen.

 

Produktion von Solarbalkone

Ein Einblick in die Produktion der innovativen Solarbalkone im Stabirahl-Standort in Wallenhorst.

 

Was ist das Besondere an den Solarbalkonen?

 

Der vom Solarmodul an der Balkonbrüstung produzierte Strom wird über die Außensteckdose direkt in den Stromkreislauf des jeweiligen Haushalts gespeist. Die Mieter:innen profitieren von dem Strom, da dieser den Stromverbrauch von Standby-Geräten, wie TV oder Kühlschrank, abdecken kann. Das wird sich auf den Stromrechnungen der Haushalte bemerkbar machen und das Bewusstsein der Mieter:innen für Stromverbrauch geschärft.

 

Zudem ist die Nutzung der noch innovativen Solarbalkone gutes Marketing für das Wohnungsunternehmen: zum einen ist es ein gutes Argument bei der Vermietung der entsprechenden Wohnungen und zum anderen kann das Wohnungsunternehmen die neuen Solarbalkone für die eigene Presse- und Öffentlichkeitsarbeit nutzen. Und das alles für eine geringe Mehrinvestition, denn die Netto-Mehrkosten betragen etwa 500 Euro je Solarbalkon.

 

Die 50 neuen Vorstellbalkone der WWS Herford werden jetzt im August an die frisch sanierten Gebäude der WWS Herford montiert. Wie sich das innovative Produkt im Alltag etablieren wird, bleibt abzuwarten, aber: Die WWS hat schon jetzt für die kommenden zwei Jahre je 50 weitere Vorstellbalkone mit Plug-in-Solarmodul bestellt.

 

Nachdem stolp+friends im Juni bereits ein Interview mit WWS-Bauleiter Ralf Wöhler zum Projekt geführt hat, sind die Branchenkenner:innen schon sehr gespannt, wie sich die Solarbalkone im Alltag etablieren werden und vor allem, wie den Mieter:innen die Solarbalkone gefallen – optisch und vom Nutzen her. stolp+friends wird das Projekt auch weiterhin kommunikativ begleiten und berichten.

 

Gerne unterstützt stolp+friends auch Ihr Wohnungsunternehmen dabei, innovative Lösungen stark nach außen zu kommunizieren. Hier geht’s zum Kontakt.

Der klassische Firmenwagen war gestern – heute werden Lastenfahrräder immer beliebter. Und: sie können es mit ihren motorisierten Konkurrenten aufnehmen. In vielen Kommunen wird die Anschaffung eines Lastenfahrrads für Privatpersonen sogar bezuschusst. Denn praktisch sind die Fahrräder mit Ladefläche allemal – auch für Wohnungsgenossenschaften wie die GEWOBAU Wohnungsgesellschaft Essen eG (GEWOBAU).

 

Schon seit einigen Jahren rüstet die GEWOBAU ihre Fahrzeugflotte auf umweltfreundlichere Alternativen um. Die Mitarbeiter:innen nutzen inzwischen Elektro-Kleinwagen und seit Kurzem auch ein E-Lastenrad. Dieses steht vorwiegend dem Hausmeisterteam zur Verfügung, damit es zügig von Einsatzort zu Einsatzort gelangt. Denn Lastenräder sind deutlich wendiger und auch die Parkplatzsuche in städtischen Gebieten ist stressfreier als mit einem Auto. Gleichzeitig können die Hausmeister – auch dank der elektrischen Unterstützung – problemlos Werkzeugkasten und andere schwere oder sperrige Dinge auf der Ladefläche transportieren.

 

Und damit Passant:innen sofort wissen, wer hier so zügig durch Essens Straßen radelt und warum, entschied sich die GEWOBAU dazu, ihr schlichtes Lastenfahrrad optisch aufzuwerten, mit einer professionellen Fahrzeuggestaltung. Schließlich bietet die Ladefläche genügend Platz für schicke Eigenwerbung. Für dieses Vorhaben erhielt die GEWOBAU Unterstützung von stolp+friends. Im Corporate Design der Wohnungsgenossenschaft entwickelten die Kreativen eine passende Gestaltung für das Lastenfahrrad.

 

 

„Das neue Lastenfahrrad gefällt uns sehr gut. Wir freuen uns, dass unsere Hausmeister nun noch sichtbarer und so sympathisch in unserem Bestand unterwegs sind“,

verweist Sandra Kesseboom, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei der GEWOBAU aus Essen, auf die Vorteile der Lastenräder im Corporate Design der Wohnungsgenossenschaft.

 

Das bestätigen auch die beiden Hausmeister, Dietmar Melcher und Hagen Turkat:

„Uns ist es wichtig, einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Mit dem neuen Lastenfahrrad klappt das richtig gut – denn so kommen wir schnell und umweltfreundlich von A nach B.“

 

Egal, ob Auto, Elektroauto, Lastenfahrrad oder ein anderes Fortbewegungsmittel: stolp+friends unterstützt Sie bei der Gestaltung Ihrer Firmenfahrzeuge, damit auch Ihre Mitarbeiter:innen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Rufen Sie uns gerne unverbindlich an: Kontakt.

Die EU hat sich ein großes Ziel gesetzt: Bis zum Jahr 2050 möchte sie der erste klimaneutrale Kontinent werden. Hierfür hat die EU bereits einen ersten Zwischenschritt festgelegt: Bis 2030 soll die Entwicklung von Treibhausgasen – im Vergleich zum Jahr 1990 – um 55 Prozent gesenkt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sind verschiedene Schritte nötig. Unter anderem trat am 10. März 2021 die neue Offenlegungsverordnung der EU zu Nachhaltigkeitskriterien (kurz: die ESG-Verordnung) in Kraft.

 

Das neue Gesetz betrifft in erster Linie die Finanzbranche, Immobilienfonds und Immobilienunternehmen. Doch das stolp+friends-Team rechnet im Zuge der ESG-Verordnung auch mit Veränderungen für seine zahlreichen wohnungswirtschaftlichen Auftraggeber:innen im Einzelnen sowie für die Wohnungswirtschaft als Ganzes. Wie diese aussehen könnten? Gern geben Ihnen die Branchenexpert:innen aus Osnabrück Einblicke in die neue ESG-Verordnung und die Herausforderungen, die im selben Zug für die Wohnungswirtschaft entstehen dürften.

 

Worum geht es bei der ESG-Verordnung?

Viele Branchen und Unternehmen bezeichnen sich als nachhaltig – ohne dass es dafür eine beleghafte und vergleichbare Grundlage gibt. Die ESG-Verordnung vom 10. März 2021 trägt dazu bei, ein für die EU einheitliches Verständnis für Wirtschaftstätigkeiten zu entwickeln, die tatsächlich als ökologisch nachhaltig zu bezeichnen sind. Zudem wirkt die Verordnung dem bisherigen „Flickenteppich“ aus verschiedenen nationalen Kennzeichnungssystemen entgegen und verpflichtet Unternehmen dazu, Nachhaltigkeit als zentrales sowie transparentes Kriterium ihrer Kommunikation aufzunehmen.

 

Grundsätzlich gilt: Nachhaltigkeit ist eine vielseitige Aufgabe und sollte daher verschiedene Aspekte miteinander kombinieren. In diesem Sinne steht auch die Abkürzung ESG für drei entscheidende Punkte:

  • Environment (Umwelt)
  • Social Responsibility (soziale Verantwortung)
  • und Governance (Unternehmensführung)

 

Die Kategorie der Umwelt ist innerhalb der ESG-Verordnung bereits klar definiert und lässt sich in sechs Unterpunkte aufteilen. Die Kategorien der sozialen Verantwortung und der Unternehmensführung sind dagegen noch etwas vage. Es ist damit zu rechnen, dass diese in den kommenden Monaten genauer festgelegt werden.

 

Auf einen Blick: die Kategorie „Umwelt“

umfasst sechs klar definierte Ziele:

  • Klimaschutz
  • Anpassung an den Klimawandel
  • nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen
  • Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft, Abfallvermeidung und Recycling
  • Vermeidung und Verminderung von Umweltverschmutzung
  • Schutz gesunder Ökosysteme und Biodiversität
  • es gilt die Regelung Do-No-Significant-Harm (um eines der sechs Ziele zu erreichen, sollte ein Unternehmen keine negativen Auswirkungen in einem der fünf anderen Bereiche verursachen)

 

Auf einen Blick: die Kategorie „soziale Verantwortung“

klar definierte Ziele stehen noch aus, denkbar wären:

  • Engagement innerhalb der Region
  • Unterstützung von gemeinwohlorientierten Projekten
  • fairer Umgang mit Hersteller:innen, Lieferant:innen etc.

 

Auf einen Blick: die Kategorie „Unternehmensführung“

auch hier stehen klar definierte Ziele noch aus, denkbar wären:

  • Befolgen von ethischen Grundlagen
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Angebot von Weiterbildungen

 

ESG Schaubild Immobilienbranche

Die drei Kriterien werden sich unter anderem auf Immobilien und die Wohnungswirtschaft auswirken.

 

Eine weitere Neuerung der ESG-Verordnung: Unternehmen, welche die Vorgaben zu Umwelt, sozialer Verantwortung und Unternehmensführung nicht berücksichtigen, müssen dies offenlegen und begründen. Auf diese Weise verhindert das neue Gesetz Greenwashing: eine PR-Methode, bei der sich Unternehmen als umweltfreundlich und nachhaltig präsentieren, ohne dass dies gerechtfertigt ist.

 

Was bedeutet die ESG-Verordnung für die Wohnungswirtschaft?

Obwohl die ESG-Verordnung in erster Linie auf die Finanzbranche, Immobilienfonds und Immobilienunternehmen ausgerichtet ist, zeichnen sich in den Augen der Branchenexpert:innen von stolp+friends bereits Veränderungen für die Wohnungswirtschaft ab. Schließlich betrifft das Thema Nachhaltigkeit verschiedene Bereiche und das von der EU festgelegte Ziel der Klimaneutralität ist nur zu erreichen, wenn alle an einem Strang ziehen – ganz gleich ob Privatperson oder Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen.

 

Um den Anforderungen der ESG-Verordnung zu entsprechen, müssen Neubauten ab dem Jahr 2021 zum Beispiel verschiedene nachhaltige Kriterien erfüllen. Ihr Primärenergiebedarf muss zehn Prozent unter den nationalen Anforderungen für ein Niedrigstenergiegebäude (Gebäude mit einer sehr hohen Gesamtenergieeffizienz) liegen. Vorgesehen ist in der Regel auch eine Luftdichtheitsprüfung, denn undichte Stellen in einer Immobilie sorgen für einen hohen Energieverbrauch und können zu Feuchteschäden führen. Für Gebäude mit einer Nutzfläche von über 5.000 Quadratmetern je Nutzeinheit sind des Weiteren Thermografien vorgesehen, mit denen sich eventuelle Wärmeverluste feststellen lassen.

 

Auch Sanierungen, Renovierungen und spezifische Einzelmaßnahmen sollen in der Zukunft darauf abzielen, Gebäude im Sinne der Umwelt und der ESG-Verordnung energieeffizient zu gestalten.

 

Ein weiterer Hinweis der Branchenexpert:innen von stolp+friends: In den nächsten Jahren werden Konkretisierungen folgen, welche die Kategorie der Umwelt innerhalb der ESG-Verordnung zusätzlich definieren. Am 1. Januar 2022 wird beispielsweise die Offenlegungspflicht bezüglich „Klimaschutz“ und „Anpassung an den Klimawandel“ in Kraft treten. Eine Offenlegungspflicht für die vier weiteren Umweltziele ist ab dem 1. Januar 2023 geplant. Diese Konkretisierungen werden in den Augen der Kommunikationsprofis von stolp+friends weitere Veränderungen für die Wohnungswirtschaft mit sich bringen, die es zum jetzigen Zeitpunkt noch abzuwarten gilt.

 

Was leistet stolp+friends in Bezug auf die ESG-Verordnung für Wohnungsunternehmen?

Wie eingangs erwähnt, bestimmt die ESG-Verordnung Nachhaltigkeit als zentrales Kriterium der Pflichtkommunikation von Unternehmen. stolp+friends ist seit vielen Jahren auf die Kommunikation von gemeinwohlorientierten Wohnungsunternehmen spezialisiert und präsentiert die nachhaltigen oder umweltfreundlichen Leistungen von Wohnungsgenossenschaften und kommunalen Wohnungsgesellschaften selbstverständlich gern. Dabei kommt auch die Devise der Osnabrücker:innen – Tue Gutes und rede darüber – zum Tragen.

 

Ein Beispiel für ein geeignetes Kommunikationsinstrument aus dem Hause stolp+friends ist ein Wertschöpfungsbericht auf der Basis einer Wertschöpfungsstudie: Dabei untersucht das renommierte Pestel Institut aus Hannover die Zahlen rund um Ihr Wohnungsunternehmen – etwa in Bezug auf die Nachhaltigkeit Ihrer Neubauprojekte – und das stolp+friends-Team stellt die Informationen für Sie und Ihre jeweiligen Zielgruppen verständlich dar. Ein von stolp+friends konzipierter Wertschöpfungsbericht überzeugt zudem durch ansprechende Texte sowie Grafiken. Damit bietet er Wohnungsunternehmen eine ideale Möglichkeit, ihren Einsatz für die Umwelt, aber auch ihre soziale Verantwortung und gute Unternehmensführung, vorzustellen – also alle drei Kriterien der ESG-Verordnung abzudecken. Ein netter Bonus: Der Wertschöpfungsbericht Ihres Wohnungsunternehmens lässt sich öffentlichkeitswirksam in eine umfassende Imagekampagne integrieren und grenzt Sie dadurch positiv von anderen Wohnraumanbietern ab.

 

Beispiel Wertschöpfungsbericht für ESG

Mit einem Wertschöpfungsbericht können Wohnungsunternehmen ihr nachhaltiges Handeln ideal kommunizieren.

 

Sie wünschen Beratung für Ihr Wohnungsunternehmen rund um die ESG-Verordnung? Oder möchten Sie einen Wertschöpfungsbericht für Ihr Wohnungsunternehmen konzipieren lassen, um die Kommunikation seiner nachhaltigen Leistungen sicherzustellen? Das stolp+friends-Team steht Ihnen mit seiner jahrelangen Branchenexpertise der Wohnungswirtschaft zuverlässig zur Seite. Kontaktieren Sie uns gern telefonisch oder per E-Mail!

 

Von stolp+friends erhalten Sie auch weitere Einblicke in die ESG-Verordnung und ihre Vorgaben. Über Neuigkeiten zu diesem Thema berichten wir auf unserem Blog. Schauen Sie doch in den nächsten Wochen und Monaten noch einmal vorbei! Abonnieren Sie ergänzend auch gern unseren monatlichen Newsletter. Damit halten wir Sie proaktiv auf dem Laufenden.

Dem stolp+friends-Team ist der persönliche Austausch mit seinen wohnungswirtschaftlichen Auftraggebern besonders wichtig. Dabei erkennen die Branchenexperten die Wünsche und Herausforderungen ihrer Kunden am besten.

 

Auch während der aktuellen Kontaktbeschränkungen pflegen die Kommunikationsprofis den Austausch mit ihren Auftraggebern. „Wir bieten unseren Kunden zum Beispiel Hybridtermine an“, erklärt Jan Franzkowiak, Teamleiter sowie Projekt- und Account-Manager bei stolp+friends. Bei dieser Veranstaltungsform treffen sich ein bis zwei Mitarbeitende des stolp+friends-Teams mit ein paar wenigen Mitarbeitenden des jeweiligen Wohnungsunternehmens – und die weiteren Teilnehmenden beider Unternehmen schalten sich einzeln per Liveübertragung dazu. „So erhalten wir persönliche Einblicke vor Ort und achten gleichzeitig auf den Gesundheitsschutz aller Beteiligten“, freut sich Jan Franzkowiak.

 

Ein Beispiel für einen erfolgreichen Hybridtermin: Im März 2021 führten die Kommunikationsprofis einen Workshop mit der Esslinger Wohnungsbau GmbH (EWB) durch. Zunächst luden zwei Mitarbeitende der EWB – Abteilungsleiter aus verschiedenen Bereichen – den stolp+friends-Geschäftsführer Kay P. Stolp sowie Jan Franzkowiak zu einer Quartiersbesichtigung ein. Damit war eine ideale Grundlage für den anschließenden Workshop geschaffen: mit den vier zuvor genannten Personen vor Ort in der Geschäftsstelle der EWB in Esslingen und mehreren dazugeschalteten Personen. Der Großteil davon gehörte zum Team der EWB, ein weiterer Teilnehmer war Projekt- und Account-Manager Marco Palmieri aus dem stolp+friends-Team.

 

„Ob vor Ort oder zugeschaltet per Videokonferenz: Mit der Unterstützung von stolp+friends entwickelten die Mitarbeitenden der EWB wertvolle Ideen. Diese werden wir bei der Umsetzung wohnungswirtschaftlicher Projekte für die EWB gern einbeziehen“, resümiert Marco Palmieri den Workshop.

 

Das stolp+friends-Team berät auch Sie, wenn Sie Unterstützung bei den Projekten Ihres Wohnungsunternehmens wünschen – gern im Rahmen eines Hybridtermins. Sprechen Sie uns am besten gleich an.

Unter anderem wegen der Einschränkungen rund um die Corona-Pandemie musste die Baugenossenschaft Dormagen eG ein beliebtes Angebot – das Quartierscafé – Anfang 2020 einstellen. Rund ein Jahr später wurde es wiederbelebt – trotz Kontaktbeschränkungen, aber dank eines klugen Konzepts und der passenden Kommunikation.

 

Damit die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils nicht länger auf „ihr“ Quartierscafé verzichten mussten, entwickelte die Baugenossenschaft gemeinsam mit dem freien Träger Internationaler Bund (IB), in dessen Räumlichkeiten die Nachbarschaftstreffen bisher stattfanden, ein digitales Konzept. Über einen Videokonferenzdienst erstellten sie einen virtuellen Raum, um den überwiegend älteren Besucherinnen und Besuchern des Quartierscafés das gesellige Treffen zu ermöglichen, indem diese sich von zu Hause zuschalten: mittels Smartphone, Tablet oder Laptop.

 

Es fehlte nur noch eines: die Zielgruppenkommunikation. Um auf das neue Online-Angebot aufmerksam zu machen, gestaltete stolp+friends passende Plakate und Flyer mit hohem Wiedererkennungswert. Um den potenziellen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die technischen Hürden zu nehmen, befindet sich auf der Rückseite des Flyers eine verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie sie das virtuelle Quartierscafé betreten.

 

Einladung zum digitalen Qusartierstreff

Dank der Anleitung ist die Teilnahme am digitalen Quartierstreff ganz einfach.

 

„Unsere Baugenossenschaft freut sich, dass wir bereits erste Teilnehmende von unserem digitalen Quartierscafé begeistern konnten. Das ist ein guter Auftakt für das digitale Format. Und wir sind uns sicher, dass sich in der Zukunft noch mehr Teilnehmende anmelden werden“, bewertet Carolin Hünseler, PR- und Marketingverantwortliche bei der Baugenossenschaft, den Start des digitalen Quartierscafés.

Ein besonderes Schmankerl: Zum Start des neuen Online-Angebots erwartete die angemeldeten Teilnehmenden ein leckeres Stück Kuchen – pünktlich zum Beginn der Veranstaltung. Eine engagierte Mitarbeiterin lieferte den Kuchen persönlich aus.

 

Sie wünschen sich ebenfalls kommunikative Unterstützung, um Ihren virtuellen Nachbarschaftstreff bekannter zu machen? Kontakt.

Große Online-Befragung liefert weitere spannende Erkenntnisse für Wohnungsunternehmen.

 

Cleveres Marketing sollte immer eine gute Wirkung von innen nach außen schaffen. Das sehen auch viele Wohnungsunternehmen so – wie nun die zweiteilige Online-Befragung belegt, die das Pestel Institut, das Fachmagazin Wohnungswirtschaft heute und stolp+friends im vergangenen Jahr gemeinsam durchgeführt haben.

 

Die nun vorliegenden Ergebnisse der Online-Befragung zeigen, welche Möglichkeiten und Herausforderungen Wohnungsunternehmen in ihren Marketingaktivitäten sehen. Ein Beispiel: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gaben als Ziele ihres Marketings vor allem die Imageverbesserung ihres jeweiligen Unternehmens an.

 

Mehr über die Befragungsergebnisse zum Thema Marketing erfahren Sie unter:

www.wohnungswirtschaft-heute.de

Der Begriff „Digital Natives“ ist in aller Munde. Er bezeichnet Personen, die mit digitalen Medien aufgewachsen sind und diese im Alltag regelmäßig nutzen. Um die junge Zielgruppe erfolgreich anzusprechen und zu begeistern, sollten Wohnungsbaugenossenschaften und kommunale Wohnungsgesellschaften am besten digitale Instrumente der Kommunikation verwenden.

 

Das hat auch die Rheinisch-Bergische Siedlungsgesellschaft mbh (RBS) erkannt. Im Jahr 2020 setzte die RBS mit der fachgerechten Unterstützung von stolp+friends verschiedene Maßnahmen um, um die Zielgruppe der Digital Natives von ihrem Wohnungsangebot zu überzeugen. Ein Beispiel: An der Wipperfürther Straße 160 in Kürten-Dürscheid baut die RBS eine moderne Wohnanlage. Diese umfasst 34 Wohnungen, welche voraussichtlich im Herbst 2021 bezugsbereit sein werden. Um junge Internetbegeisterte auf die RBS und das Neubauprojekt aufmerksam zu machen, richtete stolp+friends im Dezember 2020 einen YouTube-Kanal ein.

 

Das von stolp+friends gestaltete Profil-Banner und Profil-Icon im Corporate Design der RBS zeigen: Das kommunale Wohnungsunternehmen verbindet Wohnen mit Vertrauen und trägt durch sein umfassendes Wohnungsangebot zur Lebensqualität der Menschen im Rheinisch-Bergischen Kreis bei. Das erste Video haben die wohnungswirtschaftlichen Kommunikationsprofis von stolp+friends bereits auf dem YouTube-Kanal der RBS veröffentlicht und durch einen ansprechenden Beitragstext ergänzt. Bei dem zweieinhalbminütigen Video handelt es sich um eine Aufnahme, welche das Bauprojekt von oben zeigt und die RBS mit einer Drohne aufgenommen hat.

 

 

Ein weiteres Neubauprojekt der RBS nahm im Jahr 2020 Gestalt an: Im Stadtteil Hand in Bergisch Gladbach errichtet die RBS derzeit das Wohnquartier „Mit Herz in Hand“. Es umfasst sechs Gebäude und 99 Wohnungen, von denen ein Teil bereits fertiggestellt wurde. Um junge Mieterinnen und Mieter vom Neubau der RBS zu begeistern, schaltete stolp+friends werbewirksame Anzeigen auf den Social-Media-Plattformen Instagram und Facebook. Die von stolp+friends gestalteten Anzeigen verdeutlichen durch ihre frische Tonalität und Bildsprache: Das neue Quartier „Mit Herz in Hand“ bietet passende Wohnungen für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen, auch für junge Singles und Paare. Unter anderem dank der Schaltung der Social-Media-Anzeigen erhielt die RBS zahlreiche Anfragen von geeigneten Mietinteressenten und schloss erfolgreich Mietverträge mit ihnen ab.

 

Social-Media-Anzeigen der RBS

Bei der jungen Zielgruppe finden Social-Media-Anzeigen großen Anklang.

 

Sie möchten wie die RBS gezielt Digital Natives ansprechen und sie als Ihre Mieterinnen und Mieter gewinnen? Die Kommunikationsprofis von stolp+friends stehen Ihnen mit ihrem Online-Content-Service zuverlässig zur Seite. Dieser umfasst unter anderem die Einrichtung und Pflege von Social-Media-Kanälen wie Instagram, Facebook und YouTube. Kontaktieren Sie uns am besten gleich!

 

In den vergangenen Monaten führten das Pestel Institut, das Fachmagazin Wohnungswirtschaft heute und stolp+friends eine zweiteilige Online-Befragung durch. Nun liegt die Auswertung der Online-Befragung vor. Sie bietet wertvolle Einblicke in die Herausforderungen sowie Bedürfnisse von Wohnungsunternehmen.

 

Die Auswertung der Online-Befragung zeigt unter anderem: Viele gemeinwohlorientierte Wohnungsunternehmen wollen sich positiv und von anderen Wohnungsanbietern abgrenzen können. Diesem Wunsch werden die drei Initiatoren der Online-Befragung nachkommen: mit einem Gütesiegel für faire Vermietung, das sich derzeit in der Entwicklungs- und Gründungsphase befindet.

 

Mehr über die Ergebnisse der Online-Befragung und das geplante Gütesiegel erfahren Sie unter:

www.wohnungswirtschaft-heute.de