Quarantäne im Mietshaus

Wenn ein Mieter den Verdacht hat, an COVID-19 erkrankt zu sein oder tatsächlich infiziert ist, dann ist er nicht verpflichtet, dies seinem Vermieter zu melden oder seine Nachbarn zu informieren. Allerdings macht er sich strafbar, wenn er eine mögliche Infektion mit dem Corona-Virus verschweigt. Er sollte sein zuständiges Gesundheitsamt informieren und sich in Quarantäne begeben.

 

Als Vermieter können Sie Ihre Mieter bereits vorsorglich darüber informieren, welche Regeln im Falle einer Quarantäne einzuhalten und für welche Schutzmaßnahmen Sie als Vermieter zuständig sind – oder eben nicht. So kommt Unsicherheit erst gar nicht auf.

 

Folgende Punkte könnten Sie zum Beispiel erwähnen:

 

  1. Weisen Sie Ihre Mieter noch einmal darauf hin, sich bei bestimmten Symptomen (Husten, Schnupfen, infektionsbedingte Atemnot, Fieber) bei der örtlichen Gesundheitsbehörde zu melden – unter Angabe des genauen Kontakts. Genauere Informationen zu den Symptomen gibt es auf den Seiten des Robert Koch-Instituts, rki.de.
  2. Nicht Sie als Vermieter, sondern nur das zuständige Gesundheitsamt ist berechtigt, eine Quarantäne zu verhängen.
  3. Wenn Sie von einem Quarantänefall erfahren, haben Sie als Vermieter nicht das Recht, diese Information weiterzugeben. Das örtliche Gesundheitsamt informiert mögliche Kontaktpersonen des Erkrankten.
  4. Nachbarn eines Infizierten haben keinen Anspruch auf besondere gesundheitliche Schutzmaßnahmen. Allein die Gesundheitsbehörde ist dazu berechtigt, solche Maßnahmen anzuordnen, nicht Sie als Vermieter.
  5. Natürlich müssen die Kontaktpersonen sich an die Vorgaben des Gesundheitsamtes halten und die besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen beachten.
  6. Stellen Sie klar, dass eine allgemeine Quarantäne für das ganze Wohnhaus bei der Infektion eines einzelnen Mieters nicht verhängt wird.
  7. Bieten Sie erkrankten und in Quarantäne befindlichen Personen Hilfe bei der Versorgung mit Lebensmitteln oder zusätzliche Unterstützung an.
  8. Informieren Sie Ihre Mieter auch darüber, dass Reparaturarbeiten bei Quarantäne nur in dringenden Notfällen und auch dann nur unter besonderen Hygiene-und Schutzmaßnahmen vorgenommen werden. Zum Beispiel wenn es um die Stromversorgung geht, um einen Wasserschaden (aber nicht der tropfende Wasserhahn), bei Schimmel oder wenn die Heizung betroffen ist.
  9. Geben Sie telefonische Hilfsangebote bekannt wie zum Beispiel die Nummer der Telefonseelsorge.

 

 

Wenn Sie möchten, unterstützt stolp+friends Sie bei der Kommunikation mit Ihren Mietern. Diese oder andere Hinweise zur Quarantäne beziehungsweise zum Auftreten von Corona in Ihrem Bestand können wir auf Wunsch – so oder anders formuliert – grafisch gestalten: als Aushang, Flyer, Plakat, als Content für Ihre Social-Media-Kanäle oder als Beitrag auf Ihrer Website. Möglich wäre auch, für solche und ähnliche Informationen die interaktive Vermieter-Mieter-Plattform von stolp+friends zu nutzen: direkt, einfach und schnell.

 

Für weitere Informationen, nehmen Sie einfach Kontakt auf! Wir beraten Sie gerne.