Teilen, tauschen, leihen: Nachbarn können sich auf vielfältige Weise unterstützen. „Sharing Economy“ heißt das auf Neudeutsch. Die GEWOBAU Bad Kreuznach fördert diese: Schließlich trägt es zum bezahlbaren Wohnen bei, wenn die Mieter nicht alles selbst besitzen müssen. Außerdem kommt das Teilen auch dem nachbarschaftlichen Miteinander zugute. Dabei verfolgt der s+f-Kunde drei Ansätze.

Pumpipumpe-Sticker

Die Idee ist so einfach wie effektiv: Mit Stickern am Briefkasten signalisieren sich Nachbarn, welche Gegenstände sie besitzen und verleihen können. Wer also etwa eine Bohrmaschine besitzt, pappt sich einen entsprechenden Aufkleber auf den Briefkasten. Die Nachbarn können das Werkzeug einfach ausleihen und sich hoffentlich bei Gelegenheit mit der Ausleihe von anderen Gegenständen revanchieren. Die GEWOBAU hat ein Kontingent dieser Sticker erworben und gibt diese kostenlos an ihre Mieter ab. Die Aufkleber stammen übrigens von dem Schweizer Projekt www.pumpipumpe.ch.

Austausch-Räume schaffen

Sharing Economy hat Tradition in der Wohnungswirtschaft: Schließlich können auch Räume mit Gewinn für alle geteilt werden. Ein simples Beispiel sind öffentliche Spielplätze. Zunehmend setzt die GEWOBAU jedoch auch in den Gebäuden auf mehr Gemeinschaftsflächen. Das bietet sich besonders bei Gebäuden an, in denen viele ältere Menschen leben. Diese schätzen es, kleinere Wohnungen mit geringerem Pflegeaufwand zu bewohnen – und wenn dann doch einmal mehr Besuch kommt, stehen Gemeinschaftsräume zur Verfügung.

Forschungsprojekt zur Sharing Economy

Zurzeit beteiligt sich die GEWOBAU zudem an einem Forschungsprojekt zum Thema Sharing Economy. Für eine Studie der Bergischen Universität Wuppertal und dem Institut für Stadtforschung, Planung und Kommunikation der Fachhochschule Erfurt werden zurzeit 1.000 Mieter des kommunalen Wohnungsunternehmens befragt. Dabei geht es darum, welche Sharing-Angebote die Mieter bereits nutzen und welche sie sich wünsche