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Man muss als Wohnungsunternehmen nicht die ganze Klaviatur des digitalen Marketings beherrschen. Einige Instrumente sollte man allerdings genauer betrachten. Dazu gehören auf jeden Fall Landing Pages. Mit ihrer Hilfe lassen sich zum Beispiel Neubauprojekte effizient und zielgruppengerecht bewerben. Lesen Sie hier, wie’s geht.

DEFINITION

Eine Landing Page ist eine meist temporäre Webseite, die ausschließlich für ein bestimmtes Ziel oder zu einer speziellen Kampagne erstellt wird und den Besucher zu einer gewünschten Aktion animiert  ̶ im besten Falle zum Kauf. „Eine gute Landing Page macht aus einem Besucher einen Kunden“, heißt es auf www.relaunch.de. Sie kann als Unterseite Ihres Webauftritts eingerichtet werden oder als sogenannte Subdomain (dazu später mehr). Wichtig ist, dass man sich am Anfang genau überlegt, was man mit der Landing Page erreichen will. Welche Zielgruppe möchte ich ansprechen und welche Fragen könnten die Nutzer haben? Nur dann kann man die Landing Page so exakt und konkret formulieren, dass der Nutzer genau das findet, wonach er sucht. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass alle überflüssigen und ablenkenden Informationen vermieden werden. Auch Werbung findet man auf einer Landing Page nicht.

So weit die Theorie. In der Praxis könnten Sie als Wohnungsunternehmen eine Landing Page folgendermaßen für sich nutzen:

INHALT

Sie planen ein Neubauprojekt, die Pläne sind fertig, die Finanzierung steht, die Bauarbeiten können bald starten. Die Wohnungen sind für junge Paare und Familien mit mittlerem Einkommen gedacht. Ihr Ziel als Wohnungsunternehmen ist, die Wohnungen schnell zu vermieten. Auf die entsprechende Landing Page gehört natürlich erst einmal die Darstellung des Exposés mit den Grundrissen. Ihre Zielgruppe, junge Paare und Familien, könnte sich darüber hinaus auch noch weitere Fragen stellen. Zum Beispiel: In welchem Umfeld befindet sich das Neubauprojekt? Wie sehen die Infrastruktur, die Einkaufsmöglichkeiten und wie die kulturellen Angebote in dem Quartier aus? Und wie nachhaltig wird gebaut?

Indem Sie die konkreten Fragen beantworten, liefern Sie den Nutzern Ihrer Landing Page nicht nur die Antworten, nach denen sie suchen, sondern auch eine deutlichen Mehrwert, der über die reine Kerninformation („Hier entstehen xy Wohnungen“) hinaus geht. Achten Sie aber darauf, dass Sie die Seite nicht mit Informationen überfrachten.

DARSTELLUNG

Auch bei der Darstellung der Informationen ist es wichtig, dass man sich an den Bedürfnissen der Zielgruppe orientiert. Sprache, Bilder und Design sollten bei jungen Paaren und Familien eher modern sein als konservativ. Warum nicht den potenziellen Mieter auf einem 360°-Rundgang durch das Quartier oder die Wohnungen selbst führen? Den Fortgang des Bauvorhabens könnten die Nutzer außerdem mit einer Webcam am Bildschirm verfolgen. Auch Infografiken oder Videos sind nützlich für die Visualisierung von Informationen.

LAYOUT

Beim Layout der Landing Page haben Sie zwei Möglichkeiten. Entweder übertragen Sie das Corporate Design Ihres Unternehmens auf die Landing Page und sorgen damit für einen hohen Wiedererkennungswert Ihres Wohnungsunternehmens. Oder Sie greifen für dieses besondere Projekt auf ein ganz eigenes Layout zurück, wodurch Sie mehr Freiheit bei der individuellen Gestaltung erhalten.

AKTION UND VERLINKUNG

Um den Besucher zu einer Aktion zu animieren, bietet man ihm auf der Seite die Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen. Im besten Fall schreibt der Nutzer eine E-Mail oder greift zum Telefonhörer, um sein Interesse zu bekunden und mehr Informationen zu erhalten. Sinnvoll ist eine Verlinkung auf die Homepage Ihres Wohnungsunternehmens. Absolut notwendig ist aber, dass die Landing Page einen Link zum Impressum und zu aktuellen Datenschutzbestimmungen Ihrer Homepage enthalten muss.

SICHTBARKEIT UND TRAFFIC

Wir finden Ihre potenziellen Mieter denn nun Ihre Landing Page zu Ihrem Neubauprojekt? In der Regel werden Nutzer über soziale Medien, kostenpflichtige Google-Anzeigen (AdWords) oder über Suchmaschinen (organische Suche) auf Ihre Landing Page aufmerksam. Sie können aber auch in Ihrem Newsletter oder durch E-Mail-Marketing darauf hinweisen. Dafür braucht Ihre Landing Page eine eigene URL beziehungsweise Webadresse. Diese sollte eindeutig und aussagekräftig sein und das Hauptkeyword beinhalten. Sie haben nun drei Möglichkeiten:

 

  1. Ihre Landing Page erhält eine eigenständige URL mit eigener Domain: www.neubauprojekt.de. Hier fehlt allerdings die Verbindung zu Ihrem Wohnungsunternehmen. Aus SEO-Sicht müsste diese neue Seite erst bekannt werden, das heißt, ihre SEO-Performance ist zunächst schwach, und sie würde nicht vom Traffic Ihrer Homepage bzw. Ihrer Hauptdomain (www.ihrunternehmen.de) profitieren (Trust). Eine eigene Domain ist daher eher ungeeignet.

 

  1. Sie legen eine Unterseite auf Ihrer Homepage bzw. Hauptdomain an: www.ihrunternehmen/neubauprojekt.de. Die Verbindung zu Ihrem Unternehmen wäre eindeutig. Ein externer Link auf diese Unterseite würde den Traffic auch auf Ihrer Homepage erhöhen und deren Ranking positiv beeinflussen. Umgekehrt profitiert die Unterseite von der Linkpower der Hauptseite. Die interne Verlinkung wäre ebenfalls einfacher. Als Unterseite könnte die Landing Page allerdings die Ladezeit Ihrer Homepage beeinflussen, wenn sie Informationen mit großem Datenvolumen enthält.

 

  1. Sie richten für Ihre Landing Page eine Subdomain ein: www.neubauprojekt.ihrunternehmen.de. Diese Variante bietet sich an, wenn es sich um ein sehr eigenständiges Thema handelt. Denn auf einer Subdomain können Sie die Inhalte freier gestalten und müssen sich nicht streng an das Corporate Design halten. Auf einer themenspezifischen Sonderseite können Sie sich enger an den speziellen Bedürfnissen Ihrer potenziellen Mieter orientieren. Trotzdem empfiehlt es sich, Ihr Logo einzubauen und auf Ihre Homepage zu verlinken. Außerdem können Sie auf einer Subdomain umfangreichere Inhalte unterbringen, ohne die Ladezeit Ihrer Homepage zu beeinflussen. Externe Links auf die Subdomain kommen allerdings nicht der Haupt- sondern der Subdomain zugute, weil Google die Subdomain fast wie eine externe Domain auffasst.

SEO

Google betrachtet Unterseiten und Subdomains inzwischen als gleichwertig im Ranking. Aber egal, für welche Art von Webadresse Sie sich entscheiden, Ihre Landing Page sollte SEO-optimiert sein. Mit hochwertigem, exklusivem Inhalt und einer schnellen Ladezeit belohnt Google Sie mit einem guten Ranking, weil Nutzer dann Ihre Seite häufig anklicken. Die richtigen Keywords an den richtigen Stellen sind besonders wichtig für Landing Pages, die nicht durch Google-Anzeigen beworben werden, sondern organisch, das heißt, über Suchbegriffe gefunden werden.

FAZIT

Eine Landing Page eignet sich sehr gut, um ein bestimmtes Projekt zielgruppengerecht und prominent zu präsentieren. Wo Sie Ihre Landing Page einrichten, als Unterseite oder als Subdomain, richtet sich danach, wie Sie das Thema aufbereiten möchten. Unser Tipp: Bei der Vermarktung eines Neubaus, der meist ein Leuchtturmprojekt Ihres Wohnungsunternehmens darstellt, sollten Sie das Bauvorhaben nicht auf einer Unterseite Ihres Webauftritts „verstecken“. Da würde sich eine Subdomain eher anbieten, um die Bedeutung Ihres Neubauprojektes zu unterstreichen.

 

Interessiert? Wir unterbreiten Ihnen gerne ein konkretes Angebot!

Die Aufbaugemeinschaft Espelkamp nutzt sie schon, viele andere Wohnungsunternehmen wollen sie: Die Software WoWi360. Mit ihrer Hilfe lassen sich kinderleicht  virtuelle Rundgänge durch Wohnungen erstellen. Der Vorteil für Wohnungsunternehmen: eine effektivere Vermietung. Und auch Neubauprojekte lassen sich mit WoWi360 imagefördernd einsetzen.

Die Software lässt sich einfach installieren und bedienen, die Kamera nimmt fast selbstständig auf. Wenn potenzielle Mieter sich für eine Wohnung auf der Webseite interessieren, können sie diese per Mausklick virtuell besichtigen – ganz bequem vom Sofa aus. Nur wenn sie ernsthaft Interesse zeigen, melden sie sich. Unnötige Ortstermine entfallen, das Wohnungsunternehmen spart dadurch Zeit.

So wie die Aufbaugemeinschaft Espelkamp bei Minden. Sie nutzt WoWi360 seit anderthalb Jahren auch für ihre Gästewohnungen. Geschäftsführer Hans-Jörg Schmidt: „Die Vorsortierung der Interessenten ist jetzt genauer. ,Das hatte ich mir aber ganz anders vorgestellt’ – sowas bekommen wir bei Besichtigungen nicht zu hören, wenn jemand zuvor den 360-Grad-Rundgang durch die Wohnung gemacht hat.” Die virtuellen Rundgänge lassen sich archivieren und können beispielsweise im Falle einer Wiedervermietung erneut eingesetzt werden.

WoWi360 kann aber noch mehr: Mit der Software lassen sich Neubauprojekte imagefördernd einsetzen und bei der Vermarktung unterstützen. Wohnungsunternehmen könnten die Software zum Beispiel auf Baustellen nutzen, um Interessenten die Möglichkeit zu geben, die Bauarbeiten zu verfolgen. Im fertigen Neubau lassen sich die Wohnungen dann mit WoWi360 virtuell vorab besichtigen.

 

Schauen Sie am besten einmal rein und überzeugen Sie sich selbst. Auf www.wowi360.de zeigen wir Ihnen, wie es funktioniert.

 

Bewertungen bei Google, Facebook und den Immobilienportalen sind ein wichtiges Signal für potenzielle Mieter, Käufer und Mitarbeiter. Wie Wohnungsunternehmen mit diesen Bewertungen umgehen können, zeigt die GSW Sigmaringen. Ein Gespräch mit dem Kommunikations-Verantwortlichen Markus Weikum über Reputationsmanagement in der Wohnungswirtschaft und die Kunst, gegenüber unfairen Kritikern den richtigen Ton zu treffen.

 

Es ist auffällig, wie zügig, sachlich und ausführlich die GSW Sigmaringen auf Bewertungen bei Google und Facebook reagiert. Was steckt da dahinter?

Die sozialen Netzwerke sind ein sehr schnelles und direktes Kommunikationsmedium, was impliziert, dass man auch zügig antworten sollte. Das und der sachliche Tonfall sind Belege dafür, dass man den Nutzer und dessen Anliegen ernst nimmt und sich darum kümmert. Unsere ausführlichen Antworten sind der Tatsache geschuldet, dass die Sachverhalte in den Kommentaren oft einen Hintergrund haben, den der Nutzer in seinem Kommentar jedoch ausblendet und der einen Sachverhalt meist in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. Wir achten aber auch sehr darauf, Nutzer nicht durch unangenehme Wahrheiten bloßzustellen.

 

Was sind im Allgemeinen die Anlässe für negative Bewertungen? Akute Boshaftigkeit der Nutzer oder gibt es echte Gründe?

In den meisten Fällen ist es tatsächlich so, dass man die Gründe für negative Bewertungen entkräften kann. Ich würde jedoch nicht sagen, dass negative Bewertungen aus Boshaftigkeit gemacht werden, sondern dass es meist verschiedene, subjektive Wahrnehmungen eines Sachverhaltes gibt. Und hier heißt es dann für uns, den eigentlichen Sachverhalt – losgelöst von der formulierten Bewertung – objektiv zu recherchieren und eine inhaltlich korrekte Antwort möglichst höflich zu formulieren. Im Übrigen gehört hierzu auch, dass man sich offen und ehrlich entschuldigt, wenn tatsächlich einmal etwas auf Unternehmensseite schief lief. Meist verhält es sich doch so, dass die Nutzer es akzeptieren, wenn man einen Missstand oder ein Versäumnis zugibt, vielleicht sogar eine nachvollziehbare Erklärung liefert und sich dann dafür entschuldigt und Besserung gelobt.

 

Wie behalten Sie diese Kanäle im Blick? Nutzen Sie bestimmte Tools? Routinen?

Man erhält Nachrichten, wenn Kommentare abgegeben werden – spezielle Tools etc. sind hierfür meines Erachtens nicht notwendig. Zudem arbeiten wir mit einer Social-Media-Agentur zusammen, die unsere Facebook-Seite permanent im Blick hat.

 

Haben Sie eine grobe Vorstellung davon, wie viele Menschen Rezensionen auf den unterschiedlichen Plattformen lesen?

Ich beobachte eigentlich nur, wie viele Nutzer generell unsere verschiedenen Plattformen besuchen. Immerhin haben bereits zwei Nutzer in ihren Kommentaren explizit erklärt, dass sie es klasse finden, wie ausführlich wir auf die Kommentare antworten und man daran erkennt, wie ernst wir die Anfragen nehmen. Über diese Kommentare habe ich mich dann auch sehr gefreut.

 

Besonders auf Facebook sind die Bewertungen für die GSW nicht besonders schmeichelhaft. Warum schalten Sie sie nicht einfach ab?

Wir überlegen uns aktuell tatsächlich, die Bewertungsfunktion auf Facebook auszuschalten, da diese unseres Erachtens nicht repräsentativ ist. Dies ist zwei Gründen geschuldet: Zum einen werden unsere Social-Media-Kanäle oft nur genutzt, wenn etwas aus Sicht des Nutzers nicht in Ordnung ist oder man etwas will. Im Schwäbischen haben wir dafür sogar ein Sprichwort: „Nix gschwätzt isch Lob gnuag“. Zum anderen werden die negativen Bewertungen in den meisten Fällen nach unserer „Gegendarstellung“ nicht korrigiert, sondern bleiben stehen.

 

Aktiv um Bewertungen bitten

 

Fördern Sie aktiv Bewertungen?

Bisher nicht.

[Aber: Angeregt durch dieses Interview gestaltet stolp+friends zurzeit Karten, mit denen die GSW ihre Neumieter um Bewertungen bittet. Diese Karten werden Teil des Willkommenspakets der GSW. Anmerkung der Redaktion]

 

Was war die „ungerechteste“ Bewertung, die die GSW erhalten hat?

Dies möchte ich nicht direkt beantworten. Es gibt jedoch zwei bis drei Kommentare, die wirklich ganz extrem „ungerechtfertigt“ waren und über die ich mich wirklich geärgert habe. Persönlich halte ich die Kategorie Kommentare/Bewertungen für „ungerecht“, die Versäumnisse einer dritten Partei anprangern und die man deshalb nicht direkt zu verantworten hat beziehungsweise auch nicht wirklich beeinflussen kann.

 

Wie haben Sie darauf reagiert?

Nach der Recherche des Tatbestandes habe ich alles einen Tag liegen lassen und dann die Antwort – objektiv in der Sache und sehr höflich – formuliert.

 

Beispiel für gelungenes Reputationsmanagement in der Wohnungswirtschaft: Manche Mieter korrigieren ihre schlechten Bewertungen

Beispiel für gelungenes Reputationsmanagement in der Wohnungswirtschaft: Mieter korrigieren ihre negativen Bewertungen bei Google.

 

Wir haben gesehen, dass Nutzer sogar ihre Bewertungen korrigiert haben: Wie haben Sie das geschafft?

Indem wir offen und ehrlich geantwortet beziehungsweise uns entschuldigt haben. Ich denke da zum Beispiel an die verzögerte Auszahlung einiger Kautionen, was der Umstellung unseres ERP-Systems geschuldet war. Mögliche Probleme im Zuge der Umstellung haben wir in unserem Mietermagazin bereits zu Anfang der Umstellungsphase thematisiert und in unseren Antworten dann auf den Bericht verwiesen. Dies war der Beleg, dass wir uns nicht einfach so irgendeine eine Ausrede haben einfallen lassen.

 

Gibt es interne Kritik daran, dass Sie teilweise sehr freundlich mit ungerechter Kritik umgehen?

Wir sprechen intern immer wieder darüber, wie schön es doch manchmal wäre, Sachverhalte vollständig darzustellen, insbesondere bei Kommentaren, die wirklich komplett falsch dargestellt oder unmöglich formuliert sind. Damit würde man den Nutzer aber öffentlich bloßstellen, was wir jedoch niemals machen werden. Wir haben jedoch bereits mehrfach Nutzern mit einer Anzeige gedroht, wenn die Kommentare persönlich beleidigend oder den Tatbestand der Verleumdung erfüllt haben. Die Nutzer haben dann auch immer sehr schnell ihren Kommentar gelöscht.

Vielen Dank für Ihre Antworten, Herr Weikum! 

Etwa die Hälfte ihrer Website-Besucher gewinnt die WBG Kontakt aus Leipzig inzwischen über bezahlte Anzeigen bei Google. Wie das funktioniert, welche Kosten das verursacht und warum sich das aus Sicht der Verantwortlichen in jedem Fall lohnt, lesen Sie im aktuellen Praxisbericht auf wohnungswirtschaft-heute.de.

Worum geht es eigentlich beim Marketing in der Wohnungswirtschaft? Was bringt es? Was unterscheidet Marketing in der Wohnungswirtschaft vom Marketing für andere Branchen? Und wie finden Sie heraus, welche Maßnahmen sinnvoll sind und welche nicht? Modelle und Denkanstöße für Marketingverantwortliche in der Immobilienwirtschaft.

Vorweg: Das ist ein langer Artikel der einen möglichst umfassenden Einblick in Ansätze, Methoden und mögliche Maßnahmen bieten soll. Wenn Sie sich nur für bestimmte Aspekte interessieren, können Sie über das Inhaltsverzeichnis direkt zu dem Abschnitt springen, der Sie interessiert.

 

Marketing in der Wohnungswirtschaft: Warum eigentlich?

Unternehmen investieren in Marketing, um ihren wirtschaftlichen Erfolg entweder kurzfristig zu steigern oder langfristig abzusichern. Man unterscheidet dabei zwischen Vertriebs-Marketing und Markenaufbau, oder Neudeutsch zwischen Performance- und Brand-Marketing.

 

Beide Motive gibt es auch in der Wohnungswirtschaft. Das erste umfasst alle Maßnahmen, die dabei helfen, kurzfristig Leerstand und Erlösschmälerungen abzubauen. Das zweite umfasst alle Maßnahmen mit längerfristigem Horizont. Bei diesen geht es darum, den Unternehmensauftritt insgesamt zu verbessern, die eigene Marke zu stärken und sich nachhaltig einen guten Ruf zu erarbeiten.

 

Bei Wohnungsgenossenschaften, kommunalen Wohnungsunternehmen und Wohnungsgesellschaften in der Hand von sozial orientierten Trägern kommt ein dritter Aspekt als Marketing-Zweck infrage: die Sicherung ihres satzungsgemäßen Auftrags, der meist mit der sozialverträglichen Wohnraumversorgung zu tun hat. Ein Beispiel: Ein Quartier ohne Vermietungsprobleme, das aber in eine soziale Schieflage zu geraten droht. Hier kann Marketing helfen, neue Zielgruppen für das Quartier zu gewinnen. Eine Wohnungsgenossenschaft könnte sich zudem das Ziel setzen, das genossenschaftliche Miteinander gezielt zu verbessern.

 

Übrigens ist Marketing nicht nur zur Sicherung der Nachfrage nach den eigenen Produkten wichtig. Gerade in der Immobilienwirtschaft ist es auch sinnvoll zur Sicherung eines entsprechenden Angebots. Dabei geht es um die Frage: Was denken lokale Entscheider über ein Wohnungsunternehmen? Wird es in Entscheidungen der Stadtentwicklung eingebunden? Bei Ausschreibungen wohlwollend berücksichtigt? Für kommunale Wohnungsgesellschaften geht es bisweilen auch darum, gegenüber lokalen Entscheidern ihre Existenzberechtigung nachzuweisen. Bei diesen Fragen verschwimmen die Grenzen zwischen Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Immer wichtiger wird zudem Personal-Marketing. Auch Wohnungsgenossenschaften und anderen Wohnungsgesellschaften fällt es immer schwerer, geeignete Mitarbeiter zu finden.

 

Die Marktentwicklung der letzten Jahre hat dazu geführt, dass in den meisten deutschen Regionen das akute Vermietungsmarketing in den Hintergrund getreten ist. Dafür geht es zunehmend um langfristige Markenführung, Personalmarketing und andere Bereiche. Lesen Sie hierzu auch den Fachartikel: Und es rechnet sich doch: Vier Gründe für Marketing bei Vollvermietung, der auch im BBU-Magazin erschien.

 

Besonderheiten im Immobilien-Marketing: Wohnungswirtschaft vs. andere Branchen

Marketing in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft unterscheidet sich in mancher Hinsicht fundamental vom Marketing in anderen Branchen:

 

  1. Der Immobilienmarkt ist extrem träge. Das Angebot an Immobilien folgt der Nachfrage nur sehr, sehr langsam. Bei Konsumgütern und noch stärker bei digitalen Produkten sind die Grenzkosten für die Bereitstellung weiterer Güter-Einheiten sehr gering beziehungsweise Null. Entsprechend schnell reagieren die Märkte auf Änderungen der Nachfrage. In der Immobilienwirtschaft ist das fundamental anders. Sowohl der Bau als auch der Abriss von Immobilien folgt der Nachfrage meist erst nach etlichen Jahren.

 

  1. Der wirtschaftliche Wert eines zusätzlichen Kunden auf einem entspannten Wohnungsmarkt ist extrem hoch. Überschlägt man die Erlösschmälerungen durch eine leerstehende Wohnung und die durchschnittliche Mietdauer eines neuen Mieters, erhält man eine Vorstellung vom „Customer Lifetime Value“ – den Wert, den Sie vernünftigerweise ausgeben könnten, um auf profitable Weise einen neuen Mieter zu akquirieren. Wohnungsunternehemen kommen hier in der Regel auf fünfstellige Beträge – in kaum einer anderen Branche erwirtschaften Privatkunden solche Deckungsbeiträge.

 

Daraus resultiert die Empfehlung, in guten Zeiten in die Kern-Bestandteile der Marke zu investieren: die Wohnungen, die Quartiere, die Services und die Basis-Kommunikationsmittel, wie etwa das Corporate Design oder das Mietermagazin. Sobald Leerstände steigen, sollten Wohnungsunternehmen mit Macht alle Hebel in Bewegung setzen, um kurzfristig wieder Vollvermietung zu erreichen.

 

Marketing-Mix: Wohnungswirtschaft und die vier Ps

Marketing wird in der Wohnungswirtschaft bisweilen noch immer mit Werbung verwechselt. Tatsächlich ist Werbung nur einer von mehreren Bestandteilen im Marketing-Mix von Wohnungsunternehmen. Klassischerweise spricht man von den vier Ps im Marketing: Product, Price, Place (Vertrieb) und Promotion (Werbung). Betrachten wir die Möglichkeiten, Maßnahmen in diesem Marketing-Mix zu ergreifen:

Produktpolitik in der Wohnungswirtschaft: Es geht längst um mehr als Wohnungen

Das von Wohnungsunternehmen angebotene Produkt ist nicht nur die Wohnung – sondern das Wohnen. Diese Unterscheidung ist durchaus relevant: So haben beispielsweise Quartiersentwicklungsmaßnahmen oder die Service-Qualität großen Einfluss auf das Wohnen – aber nicht auf die Wohnung. Zu den möglichen Marketing-Maßnahmen in diesem Feld zählen:

 

Preispolitik in der Wohnungswirtschaft: Kleine Spielräume geschickt nutzen – aber fair bleiben

Für Wohnungsunternehmen ist die Preispolitik in der Regel eine strategische, keine taktische Frage. Sie ist zudem noch weniger als in anderen Branchen unabhängig von den anderen Marketing-Bereichen steuerbar. Für nachhaltig agierende Wohnungsunternehmen gibt es in der Preispolitik kaum kurzfristige Spielräume. So ziehen beispielsweise Rabatte in der Regel nicht die gewünschten Zielgruppen an. Gewisse sinnvolle Gestaltungsspielräume gibt es in der Preispolitik in Bezug auf ganz bestimmte Zielgruppen. So arbeiten manche Wohnungsgesellschaften erfolgreich mit Studenten-, Azubi- beziehungsweise Starter-Tarifen. Zukünftig ergeben sich eventuell durch die Nutzung von Daten Möglichkeiten, Preise besser an die Zahlungsbereitschaft der Kunden anzupassen.

 

Vertriebspolitik in der Wohnungswirtschaft: Immobilienmarketing im digitalen Zeitalter

Die Vertriebspolitik in der Wohnungswirtschaft umfasst Fragen wie: Wo bieten wir die Wohnungen an? Wie strukturieren wir den Vermietungsprozess? Welche Partner beziehen wir in die Mietersuche ein? Zu den konkreten Maßnahmen in diesem Handlungsfeld zählen beispielsweise:

  • Gezielte Nutzung bestimmter Immobilienportale
  • Die Optimierung der Wohnungsvermarktung über Immobilienportale
  • Suchmaschinen-Optimierung und Suchmaschinen-Werbung um die Website als Vertriebskanal zu stärken
  • Retargeting von Website-Besuchern
  • Aktionen wie „Mieter werben Mieter“
  • zielführender Abläufe im Vermietungsprozess definieren
  • virtuelle 360°-Rundgänge bereitstellen

 

Kommunikationspolitik in der Wohnungswirtschaft: Die richtige Stimmlage finden und gezielt einsetzen

Die Kommunikationspolitik eines Wohnungsunternehmens beantwortet die Frage, wem, mit welchem Ziel, was über welche Kanäle mitgeteilt wird.

 

Die wichtigsten Zielgruppen für Wohnungsunternehmen sind typischerweise:

  • Mitarbeiter
  • Mieter
  • potenzielle Neumieter
  • potenzielle Mitarbeiter
  • die lokale Öffentlichkeit
  • und lokale Entscheidungsträger

 

Die Kommunikationsziele leiten sich aus den Unternehmenszielen ab. Häufig ist es sinnvoll, diese Ziele noch einmal ganz konkret für die jeweilige Zielgruppe und Werbemaßnahme zu formulieren, beispielsweise: „Das Bauschild soll besonders jungen Familien einen Überblick über das entstehende Wohnangebot vermitteln und sie animieren, sich auf der Projekt-Website weitergehend zu informieren.“

 

Nun kann das Was, also die Botschaft, formuliert werden. Botschaft ist auf der strategischen Ebene in einem weiten Sinne zu verstehen: Sie umfasst neben einer klar formulierten Inhalten auch Tonalität und das Corporate Design. Im besten Fall leiten sich diese aus der USP (unique selling proposition) ab und sorgen dafür, dass das Unternehmen mit einer erkennbaren Stimme spricht. Und das möglichst über alle Kanäle und Zielgruppen hinweg. In diesem Kontext ist die Entwicklung eines Leitbilds sinnvoll, um die eigene Corporate Identity insbesondere auch nach innen zu kommunizieren.

 

Die Zahl der möglichen Kommunikationsmedien für Wohnungsunternehmen ist in den letzten Jahren explodiert. Zur besseren Übersicht unterscheidet man zwischen owned, earned und paid Kanälen – also eigenen, verdienten, und gekauften. Hinzu kommen rented – also gemietete Kanäle.

Zu den wichtigsten eigenen Kanälen gehören die Website, das Mietermagazin sowie Werbemaßnahmen im und am eigenen Bestand. Diese bilden der Basis der eigenen Kommunikation und sind in der Regel relativ günstig zu bespielen. Sie haben ohne weitere Werbemaßnahmen jedoch auch nur eine begrenzte Reichweite.

Als verdiente Medienkanäle bezeichnet man die Ergebnisse der PR-Arbeit, also beispielsweise Artikel in der Tageszeitung oder auch die Verbreitung von Inhalten durch Nutzer in den sozialen Medien. Diese Reichweite ist grundsätzlich kostenlos. Sie zu erreichen erfordert jedoch sehr viel Kreativität und handwerkliches Können, denn durchschnittliche Inhalte verbreiten sich nicht viral. Es gibt daher Stimmen, die davor warnen, sich zu viel von kostenloser Reichweite durch Social-Media-Marketing etc. zu erwarten. Ihr Argument: Die Zahl der online publizierten Inhalte wächst exponentiell, die online verbrachte Zeit der Nutzer jedoch nur linear, es bleibt also immer weniger Zeit für bestimmte Inhalte. Wenn Sie sich für die großen Zusammenhänge im Marketing interessieren, lesen Sie diesen Beitrag über die Content-Lüge in der WUV.

Zu den gekauften Kanälen gehören die klassischen Werbe-Formate, wie etwa Zeitungsanzeigen, Radio- und Außenwerbung. Hinzu kommen unzählige Online-Marketing-Formate. Die wichtigsten behandeln wir weiter unten noch näher.

Zu den gemieteten Kanälen zählen eigene Auftritte auf fremden Plattformen. Dazu würde etwa eine Facebook- oder Instagram-Seite eines Wohnungsunternehmen zählen. Auch die Selbstdarstellung von Wohnungsunternehmen auf den „Homepages“ der großen Immobilienportale zählt dazu. Eine gute Marketing-Strategie tariert die Nutzung der unterschiedlichen Medienarten gut aus – basierend auf den Unternehmens- und Kommunikationszielen.

 

Online-Marketing: Wohnungswirtschaft mit Riesenchancen

Als Marketing-Verantwortlicher in der Wohnungswirtschaft müssen Sie nicht alle Online-Marketing-Kanäle kennen. Sie sollten jedoch die zwei mit Abstand größten und wichtigsten Spieler auf dem Online-Werbemarkt grundsätzlich verstehen: Google und Facebook.

 

Das Funktionsprinzip von Suchmaschinen-Werbung mithilfe von AdWords und seine Anwendungsmöglichkeiten für Wohnungsunternehmen ist hier erläutert: Wie funktionieren eigentlich AdWords? Zusammengefasst: Mit bezahlten Anzeigen können Sie kurze Textanzeigen mit Links zu Ihren Angeboten über die „regulären“ Suchergebnisse für bestimmte Suchanfragen einblenden lassen. Sie bezahlen dabei pro Klick und können sowohl den maximalen Klickpreis als auch ihr Tagesbudget frei wählen. Sofern Vermietungsförderung für Ihr Wohnungsunternehmen relevant ist, sind es auch diese AdWords-Anzeigen. Wissenswerte: Diese Anzeigen sind in vielen regionalen Märkten für vermietungsrelevante Anfragen extrem günstig sind (teils um die 10 Cent pro Klick). Wie das in der Praxis funktioniert, darüber berichten Verantwortliche im Artikel: Suchmaschinen-Marketing in der Praxis: Wie die WBG Kontakt eG aus Leipzig mit AdWords Neumieter gewinnt

 

AdWords bietet darüber hinaus auch eine einfache Möglichkeit, Retargeting zu betreiben. Das bedeutet: Sie können Website-Besucher auf Basis der bisher besuchten Seiten nochmals anzusprechen. Ein Beispiel: Ein Nutzer hat auf Ihrer Website gezielt nach 2-Zimmer-Wohnungen gesucht. Das wird in einem Cookie gespeichert. Sie können diesem Nutzer nun auf Millionen von Websites, die mit Google zusammenarbeiten, weitere Angebote für 2-Zimmer-Wohnungen bei Ihrer Wohnungsgenossenschaft zeigen.

 

Während Google aktuelle Bedürfnisse von Menschen kennt, kennt Facebook wie kein zweiter Anbieter ihre generellen Vorlieben und Interessen. Das macht Facebook zu einem wertvollen Werbe-Kanal. Wie das für Wohnungsunternehmen funktioniert, haben wir im Beitrag Werbung auf Facebook: Für Wohnungsunternehmen eine große Chance erklärt. Als PR-Kanal, über den Sie als Unternehmen kostenlose Reichweite erhalten, funktioniert Facebook inzwischen kaum noch: Unternehmensinhalte haben massiv an Reichweite verloren.

 

Methodik: Mit dem Vermietungstrichter zum ganzheitlichen Marketing-Verständnis

Vertriebsprofis nutzen Trichter-Modelle schon lange, um Planung und Prozesse zu optimieren. Spätestens mit der Verbreitung des Online-Marketings haben sich diese Modelle auch im Marketing etabliert. stolp+friends hat diese Methodik für die Wohnungswirtschaft adaptiert und daraus den „Vermietungstrichter“ für Wohnungsunternehmen abgeleitet. Der Vorteil des Modells: Der Beitrag von Marketing-Maßnahmen zum Unternehmenserfolg wird fassbarer und die Identifikation von Stärken und Schwächen einfacher.

Marketing_Wohnungswirtschaft_Konzept_Sales-Funnel

Der Vermietungstrichter visualisiert die Möglichkeiten von Wohnungsunternehmen, mit gezieltem Marketing mehr Interessenten zu gewinnen und zu zufriedenen Mietern zu machen.

 

Hinter dem Modell steht die Idee, dass jeder Mieter unterschiedliche Phasen durchläuft, bis aus einem losen Interesse an einer Wohnung ein Mietvertrag wird. Im Marketingsprech heißt das: er begibt sich auf eine „Customer Journey“. Im Rahmen einer strukturierten Analyse anhand des Trichter-Modells lassen sich die einzelnen Schritte des Kunden auf seiner „Reise“ nachvollziehen und bewerten. Von: „ich google mal nach einer Wohnung“, über „ich frage mal an“ bis zur Unterschrift. Mithilfe der von den Immobilienportalen und der eigenen Website generierten Daten lassen sich Stärken und Schwächen sehr genau quantifizieren: Wie viele Menschen klicken auf ein Exposé? Wie viele von ihnen nehmen Kontakt auf? Wie viele Besichtigungen benötigen wir im Durchschnitt für eine Vermietung? Mehr Informationen zum Vermietungstrichter erhalten Sie in diesem Artikel auf WOWIheute.

 

Marketing-Strategie in der Wohnungswirtschaft: Die richtigen Prioritäten setzen

Die Analyse des Vermietungstrichters bietet eine sehr gute Grundlage für ein Marketingkonzept. Wohnungsunternehmen erfahren so, an welchen Punkten Sie ansetzen sollten, um die Vermietung zu verbessern. Häufig zeigt sich in der Analyse, an welchen Stellen die größten Engpässe bestehen. Dann bestehen grundsätzlich zwei Herangehensweisen:

 

  • Lehrbuchmäßig wäre es, das Marketing von innen nach außen zu stärken. Das hieße beispielsweise, zunächst ein Leitbild zu entwickeln und das Corporate Design zu überarbeiten, dann die Prozesse und die Präsentation der Wohnungen zu verbessern und schließlich durch Werbung dafür zu sorgen, dass mehr Interessenten auf die Angebote und das Unternehmen aufmerksam werden.

 

  • Eine andere Herangehensweise wäre, mit den einfachsten und effektivsten Maßnahmen zu beginnen – beispielsweise die Exposés auf den Immobilienportalen zu verbessern, AdWords zu schalten und sich so langsam zu den aufwendigeren Maßnahmen wie der Überarbeitung des Unternehmensauftritts vorzuarbeiten. Diese Herangehensweise bietet sich bei nennenswertem vermarktungsbedingtem Leerstand an.

 

  • Sofern Vollvermietung herrscht und auch die soziale Mischung in den Quartieren stimmt, empfiehlt es sich grundsätzlich, die oberen Bereiche des Trichters zu erweitern. Das bedeutet, in die Markenführung, also den langfristigen Aufbau von Bekanntheit und Image zu investieren.

 

Drei Schnell-Tipps fürs Marketing: Wohnungswirtschaft, trau Dich!

Kein Wohnungsunternehmen ist wie das andere. Aber manche Aussagen lassen sich doch auf viele Wohnungsunternehmen anwenden. Drei generelle Tipps für das Marketing von Wohnungsgenossenschaften, kommunalen Wohnungsgesellschaften und anderen im GDW organisierten Wohnungsunternehmen:

 

  1. Mutige Kommunikation wagen!

Kunden von stolp+friends haben über die Jahre sehr gute Erfahrungen mit mutiger Kommunikation gemacht. So hat beispielsweise die Wohnungsgenossenschaft Bremerhaven eG (WoGe) mit Muttis Liebling und Co. ihre Bekanntheit in der Seestadt deutlich verbessert:

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Muttis Liebling, Tarantino-Style: Mit dieser Postkarte warb die WoGe um junge Mieter.

Auch die Aufbaugemeinschaft Espelkamp setzt seit Jahren erfolgreich auf etwas verrückte Motive:

Marketing_Wohnungswirtschaft_Kampagne_Aufbau

Mutig und erfolgreich: Unter anderem mit der Kampagne „Außerirdisch gut wohnen“ machte sich die Aufbaugemeinschaft einen guten Namen in Espelkamp und weit darüber hinaus.

  1. Seien Sie offen für neue Möglichkeiten

Es ist für Wohnungsunternehmen nicht notwendig, auf allen Kanälen zu den ersten zu gehören. Generell empfehlen auch wir, nichts zu machen nur weil es gerade „hip“ ist. Aus unserer Erfahrung würde den meisten Wohnungsunternehmen etwas mehr Experimentierfreude jedoch gut tun. stolp+friends empfiehlt als Faustregel, circa zehn Prozent des Marketingbudgets explizit für Versuche bereitzuhalten, die auch scheitern dürfen. Woher wollen Sie beispielsweise wissen, wie Instagram-Marketing funktioniert, wenn Sie es nicht versuchen?

 

  1. Zeigen Sie sich häufiger

Viele junge Leute wissen heutzutage gar nicht mehr, was eine Wohnungsgenossenschaft überhaupt ist und alle Jahre wieder empfehlen „Experten“ den kommunalen Kämmerern, ihre Wohnungsunternehmen zu verkaufen: Höchste Zeit, dass nachhaltige Wohnungsunternehmen sich und ihre Leistungen mit breiter Brust in der Öffentlichkeit präsentieren!

 

Wir hoffen, dieser Artikel unterstützt Sie dabei, gute Marketingentscheidungen zu treffen! Weitere Unterstützung erhalten Sie hier.

 

Die Website ist ein Dreh- und Angel-Punkt für das Marketing von Wohnungsunternehmen. Anhand von fünf Fragen erkennen Sie, ob Ihre Seite noch zeitgemäß ist. Lesen den den ganzen Artikel auf wohnungswirtschaft-heute.de.

Wie Sie mit Google kostenlos herausfinden, wie stark die Marke Ihres Wohnungsunternehmens im Vergleich zu Wettbewerbern ist.

Es gibt viele Wege, die Stärke einer Marke zu messen – und die meisten davon sind teuer. Eine kostenlose und schnelle Alternative bietet Google. Denn: Schon lange weiß man, dass starke Marken häufiger gesucht werden. Zugleich ist genau das heutzutage einer der wichtigsten Vorteile einer starken Marke: Wenn viele Menschen direkt nach dem Markennamen suchen, müssen deren Angebote sich nicht bei Google, Amazon – oder auf Immobilienscout24 – im direkten Vergleich mit den Mitbewerbern durchsetzen.

Marktforschung für Wohnungsunternehmen mit Google – so geht’s

Als Wohnungsunternehmen erhalten Sie einen Eindruck von Ihrer Markenstärke, wenn Sie die Zahl der monatlichen Google-Suchanfragen nach Ihrem Unternehmensnamen (in den zwei bis drei häufigsten Varianten) in Ihrer Stadt ins Verhältnis zur Zahl Ihrer Wohneinheiten setzen. Hierfür benötigen Sie lediglich ein aktives Google-AdWords-Konto. (Hinweis: Wenn Sie dort noch kein Geld ausgeben, erhalten Sie nur ungenaue Zahlen.) Dort navigieren Sie dann zum Keyword-Planner und geben dort unterschiedliche Suchbegriffe ein, mit denen Menschen nach Ihrem Unternehmen suchen könnten. Grenzen Sie die Recherche auf Suchanfragen aus dem Gebiet Ihrer Heimatstadt ein, um die Vergleichbarkeit der Daten zu gewährleisten. Addieren Sie dann das Suchvolumen der zwei bis drei meistgesuchten Suchterme und teilen Sie das Ergebnis durch die Zahl der bewirtschafteten Wohneinheiten.

Ein Beispiel:

  • Die WoGe Bremerhaven hat rund 2800 Wohneinheiten
  • Laut Keyword-Planer wurde aus dem Stadtgebiet Bremerhavens heraus in den vergangenen 12 Monaten im Durchschnitt 1300 Mal nach „WoGe Bremerhaven“ und 260 Mal nach „WoGe“ gegoogelt.
  • Das ergibt monatlich 0,56 Suchanfragen pro Wohneinheit.

Damit liegt die WoGe deutlich über dem Branchen-Benchmark von 0,32 Suchanfragen pro Wohneinheit: Das ist der Mittelwert einer Stichprobe aus einigen Dutzend deutschen Wohnungsunternehmen unterschiedlicher Größe in unterschiedlichen Regionen. Der Wert variiert dabei zwischen 0,1 und 0,65. (Tendenziell steigt er bei allen Wohnungsunternehmen.)

Ist die Messung valide?

Die Zahlen der Stichprobe sind durchaus plausibel. So bildet sich darin deutlich ab, wenn Unternehmen anfangen, offensiver zu kommunizieren (so sind etwa die Suchanfragen nach der WoGe deutlich stärker gestiegen als die nach vergleichbaren Wohnungsunternehmen mit geringeren Marketing-Investitionen und unauffälligerer Kommunikation). Auch gut durchdachte Website-Relaunches, weitere Online-Marketing-Maßnahmen und intensive PR-Arbeit machen sich deutlich bemerkbar.

Zugleich sind die Zahlen – wie alle statistischen Maße – mit Vorsicht zu genießen. Denn:

  • Googles Ermittlung des Suchvolumens ist weder exakt noch transparent.
  • Auch ein Skandal würde das Suchvolumen nach einem Unternehmensnamen kurzzeitig in die Höhe treiben.
  • Es gibt regionale Unterschiede, die nicht auf die Markenstärke zurückzuführen sind: So suchen in den ostdeutschen Bundesländern Menschen generell seltener direkt nach Wohnungsunternehmen.
  • Unternehmen mit einer rege genutzten App werden tendenziell schwächer abschneiden.

Fazit: Einfach mal ausprobieren!

Wer diese Punkte berücksichtigt und mit gesundem Menschenverstand interpretiert, erhält mit minimalem Aufwand einen soliden Anhaltspunkt dafür, wie stark die Marke seines Wohnungsunternehmens ist. Grobe Faustregel: Ein Wert von über 0,4 Suchanfragen pro Wohneinheit und Monat weist auf eine starke Marke hin. Liegt der Wert unter 0,2, signalisiert das Handlungsbedarf. Interessant ist für viele Wohnungsunternehmen sicherlich auch der direkte Vergleich mit Mitbewerbern in der Stadt und anderen Wohnungsunternehmen der Region.

Sie möchten wissen, wie stark Ihre Marke ist, kennen sich aber mit dem Keyword-Planner nicht aus? Kontaktieren Sie uns einfach!

Online-Marketing produziert viele Daten – und manche sind sogar nützlich. Erfahren Sie, warum Wohnungsunternehmen Werbung sonntagnachmittags schalten und weiblicher kommunizieren sollten.

Sich durch AdWords- und Analytics-Daten zu wühlen, kann sehr spannend sein – denn wenn man genauer hinsieht, erzählen die nackten Zahlen spannende Geschichten – und geben Tipps für besseres Marketing. Einige Beispiele gefällig?

Frauen sind wichtiger!

Geahnt hat es jeder Vermieter – die Online-Daten beseitigen jeden Zweifel: Frauen sind die treibenden Akteure bei der Wohnungssuche. 2/3 aller Menschen, die „Wohnung *Ihrestadt*“ etc. googeln, sind Frauen. Doch nicht nur das: Frauen sind auch die ausdauernderen Wohnungssucher: Sie schauen sich mehr Seiten pro Sitzung an und kommen mit höherer Wahrscheinlichkeit wieder, wenn einmal auf Ihrer Website waren. Kurz: Sie sind eine viel dankbarere Zielgruppe für das Online-Marketing. Wohnungsunternehmen sollten als Zielgruppe daher vor allem Frauen im Hinterkopf haben – beim Formulieren der Anzeigentexte wie bei der Auswahl der Bilder.

Auf die Sonntage im Januar kommt’s an

Der Januar ist der Monat mit der stärksten Nachfrage nach Wohnungen. November und Dezember sind dagegen eher schwach: Das weiß jeder erfahrene Vermieter. Doch wussten Sie, dass es auch zwischen den Wochentagen große Unterschiede gibt? Sonntags und zu Beginn der Woche werden deutlich häufiger Wohnungen gesucht als zum Ende der Woche. Samstage schneiden großem Abstand am schwächsten ab. Es gibt dann rund 30 Prozent weniger vermietungsrelevante Suchanfragen als sonntags. Bestenfalls schalten Sie also Ihre Image- oder Vermietungsanzeige auf Facebook an einem Sonntagmorgen im Januar: So haben Sie eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit, Menschen zu erreichen, die für Ihre Botschaft empfänglich sind.

Mobile Nutzer sind mehr – Desktop-Nutzer wertvoller

Mobiles Marketing ist in aller Munde – und das zurecht, denn die Bedeutung der Smartphones wächst. Bei Wohnungsunternehmen mit responsiven Websites gab es im Laufe des Jahres 2017 mehr Besuche von mobilen als von Desktop-Nutzern. Die Daten zeigen aber auch: Desktop-Nutzer werden zwar weniger, dafür aber umso wertvoller. Desktop-Nutzer verlassen die Website deutlich seltener ohne weitere Aktion, sie schauen sich mehr Wohnungsangebote an und bleiben deutlich länger auf der Seite. Besonders interessant ist diese Information für Wohnungsunternehmen, die über Google AdWords werben: Wenn das Budget begrenzt ist, könnte es sinnvoll sein, höhere Gebote für Desktop-Nutzer abzugeben – zumal deren Klicks häufig ohnehin etwas günstiger sind, als die von mobilen Nutzern.

Werbung auf Facebook für Wohnungsunternehmen: Wie sie funktioniert, wie viel sie kostet und wie Sie sich richtig einsetzen.

40 Milliarden US-Dollar Umsatz in 2017 – davon über 98 Prozent mit Werbung: Das sind die Eckdaten von Facebook. Wohnungsunternehmen eröffnet der Social-Media-Konzern ebenfalls sehr sinnvolle Werbemöglichkeiten.

Was sind die größten Vorteile von Werbung auf Facebook für Wohnungsunternehmen?

Der Facebook-Konzern (der unter anderem das rasant wachsende Foto-Netzwerk Instagram sowie den Messenger-Dienst WhatsApp umfasst) kombiniert eine riesige Reichweite mit zuvor ungeahnten Möglichkeiten, die Zielgruppen einzugrenzen: nach Interessen, Wohnort, Alter, Geschlecht, Bildungsgrad, Einkommen – oder sogar der Umzugswahrscheinlichkeit. Das erhöht die Werbewirkung im Vergleich zu Werbeformen, die meist wesentlich breiter streuen.

Welche Werbe-Formate sind bei Facebook möglich?

So sieht das mit Abstand wichtigste Format von Facebook-Werbung aus:

Facebook_Werbung_Wohungswirtschaft

Zwischen den Meldungen, die ein Nutzer von seinen Freunden und Lieblingsseiten erhält, werden „gesponsorte Posts“ eingeblendet. Diese können aus einer beliebigen Kombination aus Bild, Video und Text bestehen. Daneben gibt es weitere Werbeplätze: In der Desktop-Ansicht neben dem Newsstream, in diversen Apps, die mit Facebook kooperieren und auf Instagram. Das noch stärker bildgetriebene soziale Netzwerk hat Facebook unter den Jungen schon als Nummer 1 abgelöst und wird in den nächsten Jahren eine immer größere Rolle spielen. Über Facebooks Anzeigenmanager lässt sich genau steuern, wo die Anzeigen erscheinen sollen.

Was kostet Werbung auf Facebook für Wohnungsunternehmen?

Sie können ein beliebiges Budget definieren – angefangen bei wenigen Euro. Was Sie dafür bekommen, hängt von der Art der Abrechnung sowie der Qualität des Werbemittels ab. Facebook bietet im Kern zwei Abrechnungsarten an: Sie können entweder pro Nutzeraktion (etwa einem Klick auf einen Link) oder pro 1000 Einblendungen der Anzeige bezahlen. Dabei konkurrieren Werbetreibende in automatisierten Auktionen um jeden einzelnen Anzeigenplatz bei jedem einzelnen Nutzer. Wer den Zuschlag zu welchem Preis erhält, hängt von den Geboten, aber auch weiteren Faktoren ab: Wie umkämpft ist die Zielgruppe? Wie interessant ist das Angebot für die Zielgruppe? Ein Beispiel: Kurz vor Weihnachten eine Gutverdienerin in einer Großstadt zu erreichen, ist deutlich teurer, als einen Mittellosen auf dem Lande zur Nebensaison.

Wenn Sie pro Klick bezahlen, berechnet Facebook auch die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Nutzer auf eine Anzeige klickt. Auch diese Informationen fließen in die Auktion ein. Das führt dazu, dass gute Werbung für interessante Angebote deutlich günstiger ist als unpassende. Sie können in jedem Fall Höchstgebote für Klicks (oder Likes) definieren. Zur groben Orientierung: Klicks auf Links in soliden Facebook-Anzeigen für eine lokal begrenzte Zielgruppe kosten zwischen 20 Cent und einem Euro. Die Kosten sind umso höher, je spezieller das Angebot ist. Eine Stellenanzeige, die nur für wenige Menschen interessant ist, kann durchaus auch höhere Kosten verursachen, ein Link zu einem attraktiven Gewinnspiel oder einer interessanten Neuigkeit deutlich geringere.

Für welche Ziele eignet sich Werbung auf Facebook für Wohnungsunternehmen?

  1. Imagewerbung: Zeigen Sie sich von Ihrer besten Seite und rufen Sie sich bei den Menschen ins Gedächtnis, die Ihnen langfristig wichtig sind. Tipp: Grenzen Sie Ihre Zielgruppe regional auf Ihre Stadt und das Umland ein, fokussieren Sie die für Sie interessantesten Altersgruppen und schließen Sie Eigenheim-Bewohner aus, um Ihr Budget möglichst effizient zu nutzen.
  2. Stellenanzeigen: Sprechen Sie gezielt Abiturienten oder Realschul-Absolventen aus Ihrer Stadt an, um kaufmännischen Nachwuchs zu sichern. Oder spielen Sie zur Fachkräftegewinnung die Anzeigen unter einschlägig interessierten in einem weiteren Umkreis aus.
  3. Wohnungsvermietung: Das Neubauprojekt ist fast komplett vermarktet, für die perfekte Mischung fehlt jedoch noch eine junge Familie? Spielen Sie die Anzeige gezielt unter Menschen mit Partnern und Kindern unter 40 aus.

Facebook-Werbung ohne eigene Facebook-Seite?

Grundsätzlich: Ja. Allerdings sind Sie dann beschränkt auf die Einblendung der Anzeigen neben dem Newsstream – und damit auf die relativ wenigen Nutzer, die Facebook vom Desktop-Rechner aus nutzen. Es ist daher absolut empfehlenswert, eine eigene Seite anzulegen. Der Aufwand dazu ist minimal.

In vielen Wohnungsunternehmen herrscht die Angst davor, notorischen Meckerern auf Facebook eine Plattform zu bieten. Dazu ist zu sagen:

  1. Außerhalb von Facebook gibt es für Meckerpötte viel bessere und prominentere Plätze, ihre Meinung kundzutun – insbesondere in Form von Google-Bewertungen.
  2. Jeder kann auf Facebook eine Seite zu einem Unternehmen anlegen und dieses dort bewerten – das geschieht auch regelmäßig.
  3. Bewertungen auf der eigenen Seite lassen sich ohne weiteren Aufwand abschalten und die Chance auf Interaktion auf Facebook lässt sich mit einigen Maßnahmen deutlich verringern.

Insofern gibt es keinen Grund für Wohnungsunternehmen, es nicht einmal mit Facebook-Werbung zu probieren. Noch Fragen offen? Für eine kostenlose telefonische Erstberatung rufen Sie einfach an: 0541 800493-0.

 

 

Warum Facebook-Seiten nur noch einen Bruchteil ihrer Fans erreichen – und was Sie dagegen tun können.

 

Insbesondere Facebook-Seiten mit vielen Gefällt-Mir-Angaben beklagen in den vergangenen Jahren einen enormen Rückgang ihrer Reichweite. Durchschnittlich sehen nur noch 5 Prozent der Seitenfans deren Beiträge. Grund ist die Explosion der Inhalte: Immer mehr Unternehmen buhlen um die Aufmerksamkeit der Nutzer. Um diese nicht mit der Masse an Inhalten zu überfordern, zeigt Facebook ihnen nur noch einen Bruchteil der Beiträge in den Newsfeeds.

 

Gegen diese Reichweiten-Misere helfen drei Gegenmittel:

  1. visuell anregende Beiträge
  2. handfeste Anreize zur Interaktion
  3. bezahlte Reichweite

 

Besonders gut wirken diese in Kombination. Ein gelungenes Beispiel dafür ist etwa dieser Post, mit dem die ADLERSHORST Baugenossenschaft (mit Unterstützung von s+f) innerhalb kurzer Zeit mehr als 100 neue Fans gewonnen hat:

Das Motiv ist liebevoll gestaltet, die Nutzer erhalten einen handfesten Anreiz zum Mitmachen. Und es gab ein (kleines) Budget, um den Beitrag auch in Zielgruppen zu verbreiten, die noch keine enge Bindung zur Genossenschaft haben.

 

Der große Vorteil von Facebook als Werbeplattform sind die Möglichkeiten der Zielgruppendefinition. Alter, Wohnort, Aufenthaltsort, Familienstand, Bildungsniveau, Beruf – auf Facebook können Sie extrem genau eingrenzen, wen Sie erreichen möchten und wen nicht. Außerdem haben sich die meisten Nutzer längst an die Werbung in ihrem News-Stream gewöhnt.

 

Sie möchten die Möglichkeiten Facebooks als Werbeplattform nutzen? Nehmen Sie gern Kontakt auf.