Wohnen auf kleinem Raum

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Tiny Houses sind winzige, teils mobile Häuser mit unter 46 Quadratmetern Wohnfläche. In den USA liegen diese schon länger im Trend und auch in Deutschland er langsam an. Eine Pastorin aus Detroit hat das architektonische Konzept mit einer sozialen Vision verknüpft: Mit Tiny Homes sollen Obdachlose zu Eigenheimbesitzern werden.

 

Pastorin Faith Fowler von den Cass Community Social Services (CCSS) kümmert sich seit Jahren um die Ärmeren in der Stadt, besonders Obdachlose. Ein eigenes Haus ist für diese Klientel ein weit entfernter Traum. Das ändert sich zurzeit: Die CCSS wollen in Detroit eine Siedlung aus 25 Tiny Homes anlegen – jeweils auf einem eigenen Grundstück. Die Häuser haben eine Wohnfläche zwischen 23 und 37 Quadratmetern und sind entsprechend günstig im Bau.

Interessenten mit niedrigem Einkommen können sich bewerben und durchlaufen ein Auswahlverfahren. Wenn sie ausgesucht werden, können sie ein Tiny Home zunächst mieten. Während dieser Zeit werden die neuen Hausbewohner im Umgang mit Finanzen und dem neuen Haus geschult. Nach sieben Jahren als Mieter werden sie dann Eigentümer.

Das erste Haus wurde im September fertiggestellt. Weitere sechs sollen noch in diesem Jahr folgen. Ziel ist aber nicht nur die Schaffung von günstigem Wohnraum, sondern ebenfalls die Entwicklung und Belebung der Nachbarschaft durch eine Mischung verschiedenster neuer Anwohner in den kleinen Häusern. Realisiert werden die Tiny Homes durch Spenden und ehrenamtliche Helfer.

 

Eindrücke von den Häusern – und der Vision Faith Fowlers sehen Sie auf: https://vimeo.com/167018421